Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Biologisch Artgerechte Rohfütterung

Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 25.03.2014 10:49

Grisu hat geschrieben:Hmm naja, Vitaminmäßig verkocht ja eh alles, daher sollte es doch recht egal sein, was man einkocht, zumindest für die Urlaubszeit.

Wenn du denkst das nen pansen sich vom muskelfleisch nur in seinen vitaminen unterscheidet, bestätigt das genau das was ich irgendwie schon nen paar mal dachte. Der eindruck der sich mir einstellt ist, das du dich ernährungstechnisch durchaus nochmal mit den grundlagen beschäftigen solltest.

Wünsche dir weiterhin viel glück und erfolg beim einkochen!


.. ich bin raus aus dem Thema...
Viele Grüße
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Grisu » 25.03.2014 14:39

Ich geb zu, dass ich mich mit Pansen und Co nicht so beschäftigt hab, weil mein Hund das sowieso nicht verträgt und ich eh nur wenig füttern kann.Das, was er verträgt, wird abwechselnd gefüttert und gut ist. Sorry, dass ich kein Ernährungsberater bin
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 18.04.2014 15:30

Ich finde die Sache mit dem Hundefutter einkochen sehr interessant, hatte auch schon so einige Male damit geliebäugelt, bin aber immer wieder davon abgekommen, weil ich irgendwelche Horrormeldungen bei Chefkoch usw. fand.
Von wegen Botulinum, Kolikeimen und und und...
Klar- einerseits weiß ich, daß Dosen auch so ähnlich hergestellt werden, aber ich war mir nicht sicher, ob die hygienischen Zustände und technischen Mittel in einem Normalhaushalt ausreichen, um gerade Fleisch schadfrei einzukochen?
Was schätzt ihr, wie lange halten sich die Twist off Gläser?
Bei mir würden sie im Keller lagern, der ist kühl und dunkel.
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 04.05.2014 08:34

Hoi,

sry... war ne zeitlang verhindert...

Über den ganzen Kram der sich da entwickeln kann, habe ich mir anfangs auch sehr gedanken drum gemacht. Ich wills jetzt auch nicht runter reden, denke aber wenn man sich an gewisse grundregeln hält ist das absolut kein Thema. Ich denke nicht das Fleisch super sensibel betrachtet werden muss, ich denke das geht einher mit Obst und Gemüse. Sauberkeit ist defintiv das A und O, da achte ich penibel drauf. Auch das das Fleisch nicht roh reinkommt ins Glas sondern gut "tot gekocht", die Gläser werden vorher penibel gecheckt und lieber zu lange als zu kurz sterilisiert in sprudelndem kochenden Wasser. Auch die einkochzeit dehne ich gerne mal etwas nach hinten aus, gerade wenn ich mir mal unsicher bin.
Früher wurde auch Wurst in heimischen Küchen eingekocht, wieso sollte das heutzutage nur industriell möglich sein?
Botulinum kann eigentlich kein Thema sein, wenn.... 1. das Glas Vakuum gezogen hat (der deckel nach innen geht) 2. das Vakuum sich über Tage hält (der deckel weiterhin innen bleibt) 3. das Glas ploppt wenn man es aufmacht (weiterhin vakuum vorhanden ist beim öffnen). Bei Botulinumbefall gast die Wahre auf, es ist also recht gut zu erkennen und kein unsichtbarer feind.. im gegensatz zu anderen fällen.

Eingekochtes Fleisch in Gläsern soll sich 1 Jahr halten, bei kühler und dunkler lagerung.
Ich habe jetzt auf 2 Monate haltbarkeit einkocht, ich weis nicht ob ich es auf ein jahr ausreizen würde.
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 05.05.2014 17:25

Mir geht es eher darum, daß wir beide so ziemlich das gleiche "Problem" haben- außer daß meine Hunde nicht allergisch sind und ich einfach nur gerne koche.
Und zwar machen wir ähnlich gearteten Urlaub wie ihr, wofür ich dann auch vorkochen würde- nur dann lagert es halt nicht kühl und dunkel...
Klar, nach spätestens 3 Wochen sind wir dann wieder zurück, länger braucht es auch nicht zu halten- aber hält es das aus?
Und hat einer von euch schon mal Möhrensuppe eingekocht?
Denn die Moro Möhrensuppe möchte ich nie mehr missen- und TK mitnehmen in den Urlaub ist nicht möglich, dort frisch kochen ist auch eher ZU aufwendig...
Ich denke, heute versuche ich es mal mit einer Portion Muskelfleisch und beim nächsten Mal koche ich Möhrensuppe ein.
Auf jeden Fall vielen Dank für die Anregung!
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 05.05.2014 18:53

Aloha,

meine Testversion lagerte auf dem Kühlschrank in der Küche: Zimmertemperatur, nicht abgedunkelt... wie lange wars? 4 Wochen? Ich weis nicht mehr genau... problemlos.
Nun lagert die Urlaubsration in einer Plastikkiste, jedes Glas mit einem Geschirrtuch umwickelt. Schützt vor Glasbruch und ist abgedunkelt dadurch. Lagert neben dem Bett (O.G.... ergo mal mehr mal weniger warm). Im Urlaub wirds in irgendeinem Raum lagern. Ich habe keinen Keller und Löcher mag ich hinterm haus deswegen nicht buddeln :lol:
Ab Samstag abend gibts hier das zeug... am 17ten bin ich zurück, dann kann ich dir sagen obs geklappt hat. Ich bin allerdings sehr optimistisch. Nen Glas in reserve habe ich nicht gekocht, die sind genau abgezählt. Wenn also eins sein Vakuum verliert bin ich aufgeschmissen... Als Notfallration habe ich Trockenfleisch gemacht

4 Wochen sehe ich als absolut problemlos an.. aber meine erfahrungen sind jetzt auch nicht bombastisch umfassend. Ich befinde mich irgendwie immer noch im rumtesten lach

Möhrensuppe, klar wieso nicht... ich denke nicht das es da ein problem geben sollte sowas einzukochen.
Berichte bitte wie es bei dir klappt!
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 05.05.2014 19:54

Momentan befinde ich mich (also die "Suppe") in der zweiten Einkochphase- also die 90 Minuten bei 150 Grad.

Ich habe einfach 1 Kilo Muskelfleisch gewolft aus der TK Truhe vom Futterhaus genommen, da finde ich den Fettgehalt sehr gut angepasst für meine Heringe (für andere könnte es durchaus zu fett sein), das Ganze habe ich mit Wasser und einem Schuß Salz gekocht, das ergab eine eigentlich sehr appetitlich riechende Brühe mit schönen Fettaugen.
Ich habe dann das gewolfte Fleisch eingeglast (dank passender Kelle- ich koche viel Marmelade- habe ich kaum geschmaddert), mit der Brühe aufgegossen, alles noch mal penibel abgeputzt (sicher ist sicher), es dann in Fettpfanne in den Ofen gesteckt und dann bin ich eine schöne lange Hunderunde gegangen.
Da roch es noch lecker...

Als ich wiederkam, roch es - naja- nach gekochtem Fleisch... :wink: :aaaah:
Lecker finde ich den Geruch nicht, die Hunde hingegen haben ihr Lager in der Küche aufgeschlagen. :lol: :yes:

Nach dem Gassigang haben sie noch die restliche Brühe bekommen, das Fett war inzwischen schon klüterig geworden, die Brühe schön goldgelb und dann gab´s ja auch noch die letzten Fisselchen Fleisch, die mir beim Abschöpfen durch die Lappen gegangen waren.

Für den Urlaub kann ich dir noch einen Tipp für futterheikle Hunde geben- wir nehmen immer noch den Hundecoctail von Carnello mit.
Der ist aus reinem gemahlenen Muskelfleisch (nicht mehr und nicht weniger) und mit Wasser kann man daraus eine hochkalorische Brühe für die Hunde zaubern.
Ich kenne das aus dem Schlittenhundesport- da wässern sie die Renner vor dem Start damit.
Das Ganze ist idelaerweise in einem Ziplocbeutel und man kann es gut im Rucksack etc. mitnehmen.
Man rührt es besser in warmem Wasser ein, in kaltem Wasser klütert es doch ziemlich.
Alle Hunde, die ich kenne, sind verrückt danach.

In den nächsten Tagen werde ich auch noch Leberbrot backen- das fällt für getreidesensible Hunde flach- eine Kundin von mir hatte mir ein Testsück mitgebracht und die Hunde fuhren voll drauf ab. Oder können deine Hunde Scheingetreide ab und der von Grisu war darauf so sensibel?
Wenn du magst, stelle ich das Rezept an passender Stelle ein.

Und jetzt gehe ich wieder stoßlüften. *urks* :aaaah: (neulich habe ich Pansenmehl gemahlen- das roch noch schlimmer :aaaah: :lol: )

edit: ich habe übrigens nur Fleisch und Salz in den Gläsern, die anderen Sachen gebe ich frisch dazu. Ab und an sind es kurweise Luposan, Flüssigmoor, Algenmehl und Hokamix. Wenn ich es geschafft habe, die Möhrensuppe einzuwecken, dann auch die und ansonsten das, was bei uns vom Essen abfällt- Nudeln, Kartoffeln, Reis, Gemüse etc.
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 06.05.2014 06:19

So, gestern nacht gegen kurz vor 23 Uhr war mein Einkochexperiment beendet. Heute morgen hat sich in den Gläsern oben eine schöne dicke Schmalzschicht abgesetzt, darunter ist das Fleisch. Zum perfekten Gelingen fehlt mir allerdings das "Gallertartige", was das Ganze noch etwas fester macht- deswegen denke ich, daß ich beim nächsten Mal 2-3 Beinscheiben mitkochen werde, die werden dann für die Gelierung sorgen.

Muss ich Gemüsesuppen denn auch 3 Stunden einkochen? Oder ist das eher nur bei Fleisch und anderen heiklen Sachen so?
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 06.05.2014 15:57

Aloha,

na das liest sich ja spannend :yes:

Hundecoctail von Carnello hab ich mir angeschaut und fällt für uns flach, den hatte ich schonmal.. würde drauf reagiert. Ich weis auch nicht genau wieso die Biotin da zusetzen... aber das scheint nicht das einzigste zu sein.
Properdog geht hier sehr gut, das scheint wirklich natürlich zu sein.
Da Frau Hund auch im Zughundesport unterwegs ist, wässern wir hier auch durchaus öfters mal... allerdings mit selbstgemachter Fleischbrühe ;-)
Getreide geht hier in keinsterweise, auch kein Pseudogetreide. Meine one-and-only alternative sind kartoffeln. Um mir die aber nicht zu "zerstören" gibts die nur als leckerli (ich backe kekse auf kartoffelmehlbasis). Poste ruhig das rezept, ich bin mittlerweile in der lage mir alles mögliche "umzubasteln" :lol:

Wieso müssen deine Gläser denn unbedingt gallertartig sein? Den Hunden und der Haltbarkeit isses doch echt wurscht. Ich denke bei gekochtem fett ja eh immer an die BSD, die dadurch belastet wird. Zudem erhöht sich ja der fettbedarf der hunde nicht.
In meinen Gläsern ist nur reines "fleisch", kein gemüse, kein obst, keine MiPo, keine Zusätze.. die kommen frisch rein.

Bild
Grossteil der Urlaubsration

Wegen der Einkochzeit der Möhrensuppe schau mal auf chefkoch, da gibts unwahrscheinlich viele rezepte.. ich denke nicht das es so lange kochen muss, wie fleisch ... das lässt man ja lieber zu lange als zu kurz drin.

Ansonsten liest sich das ja schon sehr gut!
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 06.05.2014 16:33

500 Gramm Leber, 500 Gramm Mehl, 5 Eier.

Leber pürieren, alles zusammenmischen und dann bei 170 Grad in einer Kastenform (vorher mit BP auslegen) backen, bis es leidlich fest ist.
Die Masse soll im Rohzustand tierisch schmadderig und klebrig sein und es soll dabei etwas streng riechen... :wink: :aaaah: Wenn man mag und möchte kann man auch Kräuter dazugeben.

Soooo- und heute gab es das erste Glas meines Versuchs- es roch ausgesprochen lecker und kam hervorragend an, die Hundis haben danach noch reihum die Näpfe durchgetauscht und alles aus den Edelstahlporen gelutscht.

Ich versuche mal, ob ich ein Foto davon hinbekomme- ich habe nur eine Spiegelreflex mit größerem Zoom, da muss ich mich weiter weg stellen... :lol:

Auf jeden Fall roch es so, als würde man eine Dose dänisches Frühstücksfleisch aufmachen, würzig, leicht fleischig, nach frischer Brühe.
Alle Mädels haben sich darauf gestürzt als gäbe es kein morgen mehr.

Ich hatte nur in deinem ersten Versuch gelesen, daß du zu dem Einkochgut auch noch Möhren und eine Beerenmischung gegeben hast und es dann eingeglast hast.
Was hast du bislang für Fleischsorten verarbeitet?

Für mich hat sich heute noch ein Glücksfall aufgetragen, unsere Perle kocht jedes Jahr Unmengen an eigenem Obst und Gemüse ein und hat einen grooooßen Einkochtopf, den sie mir sofort leihen würde- auf ihr umfangreiches Fachwissen darf ich dann auch zurückgreifen. *freu*
Dafür kannte sie die Möhrensuppe nicht und nun haben wir beide Grund, noch mehr zu produzieren.

Was ich mich jetzt frage- wieviel von seinem Nährwert geht Fleisch beim Kochen verloren?
D.h. auf welche Futtermengen sollte ich mich einpegeln?
Klar, kann man das nicht vorhersagen, in dem man den Finger in´s Glas hält. :wink:
Aber vielleicht hast du da schon Erfahrungswerte mit deinen Hunden?

Das mit dem Biotin ist schade- ich wußte gar nicht, daß man auf einen körpereigenen Stoff allergisch reagieren kann? Oder weil er nicht vom eigenen Körper produziert wurde sondern von einem fremden? Oder geht es dann schon in Richtung Autoimmun? :frage:
Das Einzige, was hier nicht unbedingt gut ankommt, ist zuviel Weizen und Mehl, dann fängt die Mittlere an, sich an den Hinterpfoten zu benagen.
Kleinere Mengen wie ein Stückchen vom Brot gehen, aber mehr eben nicht.
Als sie zu uns kam, wurde sie mit Beneful ernährt- die Pfoten sahen aus! :aaaah:

Auf jeden Fall kommt das Eingekochte bei allen Mädels besser an als rohes Fleisch- ich denke, das liegt auch am Geruch. Und auch die kleine Mäkeltrine hat´s verschlungen, sie ist für mich immer der beste Indikator, daß es wirklich gut ist. :yes:
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 06.05.2014 20:11

Da fällt mir noch was ein- wieso meinst du, daß das Gallertartige fettig wäre?
Das, was da zu Gelee wird ist doch nur die Gelantine aus den Knochen, die hat meines Wissens nach keine Kalorien, oder?
Ich finde es irgendwie "eklig", wenn das Futter im Glas so hin- und herschwappt... :wink:
Das ist ´ne reine Kopfsache, ich glaube, ich bevorzuge es fester in der Konsistent, den Fiffies ist das egal. :yes:
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 07.05.2014 08:00

Keine ahnung wie Dänisches Frühstücksfleisch riecht, ich ess sowas nicht, aber eklig wirds dann wohl denke ich nicht gerochen haben :lol:

Richtig, meine ersten Einkochversuche waren Fleisch mit Gemüse. Da ich aber zu den Menschen gehöre die fast ausschliesslich fleisch füttern und nur ganz selten gemüse, habe ich das bei der nächsten Ladung nicht mehr gemacht.
An fleisch habe ich Rind, Pferd und Huhn eingekocht. An die Fischration habe ich mich irgendwie nicht rangetraut, gibts halt mal eine woche keinen. Dabei ist halt Muskelfleisch, Innereien und gewolfte Fleischknochen, Knorpel usw.usf... quasi einmal Tierchen rauf und runter.

Also ich habe mir meine Futtermenge genommen, die ich im Rohzustand füttere.. das sind pro Mahlzeit 325gramm für beide Hunde. Die habe ich dann gekocht und abgefüllt. Ich denke schon das es weniger ist und dadurch auch minderwertiger wird.. wieviel prozentual kommt defintiv auch auf die dauer des Kochens an und natürlich auch wie hochwertig das zeug vorher war. Da meine Fütterung sich aber nicht ausschliesslich auf die Mahlzeiten beschränkt sondern auch noch viel im laufe des tages im Hund landet (belohnungen, kauspaß usw.), ist die Mahlzeit im Napf nur eine von vielen nährstoffquellen. Zudem ists halt auch nur als übergangsfütterung empfehlenswert und nicht als dauerfütterung, deswegen kann ich in meinem Fall den verminderten Nährstoffbedarf getrost ignorieren.

Jedes lebewesen kann auf hauseigenestoffe reagieren, allerdings ist das zum glück sehr sehr selten. Sam hat kein Problem mit Biotin an sich und ich denke auch nicht das sie es deswegen nicht verträgt. Allerdings wird hier Biotin künstlich zugesetzt... den sinn dahinter verstehe ich nicht. Wenn aber Biotin schon künstlich zugesetzt wird, wird es wohl nicht das einzigste sein. In deutschland sind zusatzsstoffe erst dann deklerationspflichtig wenn sie eine gewisse menge überschreiten, ansonsten muss es nicht angegeben werden. Und genau hier liegt ein häufiges problem bei allergikern: Allergieauslösende stoffe sind noch nicht deklerationspflkichtig, der Hund reagiert aber schon drauf. Und ich denke genau das ist hier bei uns dann einfach der Fall.

Wenn du knochen auskochst hast du doch gelatine und mark.. letzteres ist sehr fett. Ich habe mal gute galloway rindermarkknochen geschenkt bekommen.. unmengen, von einem ganzen Rind. Für meine Hunde sind die nix, weil sie entweder zu gierig sind für solch super harte knochen oder sie einfach nicht mehr fressen können weil zu alt. Zum wegwerfen waren sie zu schade, wir menschen können mit sowas auch nichts anfangen... also habe ich sie alle ausgekocht um an das kostbare mark zu kommen. Am ende hatte ich wunderschönes pures fett, welches ich ineiswürfelbehältern eingefroren habe und nun wirklich ganz ganz langsam und wohl dosiert verfüttere. Meine Hunde haben keine BSD probleme, aber ich will auch keine provozieren.
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 07.05.2014 16:18

Siehste mal, wieder was dazugelernt- das Mark so fetthaltig ist, wußte ich nicht. ;)
Dann koche ich halt 2 große Stücke Rinderbrustbein mit- das ist nur weicher Knorpel- und schon habe ich meine Glasmasse fest.
Ich koche eigentlich inzwischen nicht nur als Übergangslösung sondern gedenke, es den Damen schon regelmäßig zu ihrem eigentlichen "Frass" zukommen zu lassen.

Die eine ist eher mäkelig, die anderen beiden haben einen sehr hohen Energiebedarf und alle sind rank und schlank.
Also gibt es zu dem weniger beliebten Futter jetzt immer ein wenig Eingekochtes... Du solltest mal sehen, wie gierig die Köpfe im Napf verschwinden- die Lütte macht dabei vor lauter Gier immer eine Art Handstand... :lol:
Das habe ich vorher noch nie bei ihr gesehen und werte es als gutes Zeichen.

Meine Große hatte vor 1,5 Jahren eine komplizierte Magen- und Darm OP- ich kann ihr keine größeren Mengen auf einmal mehr füttern.
Sie ist aber die Aktivste von allen und hat einen wirklich ungemein hohen Energiebedarf- sobald ich auch nur ein wenig von ihrem Kalorienlevel abweiche, nimmt sie sofort ab.
Sie wiegt 6 Kilo (im Bestzustand und austrainiert ca. 7) und ich füttere wirklich nur hochwertiges Futter- Terra Canis, TePu, Simpsons, Herrmans etc. Von all diesen Dosen/TroFus bekommt sie weit über die für sie angegebene Idealmenge- ich würde sagen, sie bekommt doppelt so viel.
Damit ich nicht immer diese hohen Futtermengen in sie pumpen muss (sie frisst wie ein Loch) bin ich dazu übergegangen, einen Teil ihres Bedarfs durch Fett auszugleichen, sie bekommt Schmalz oder Fischöl dazu.
Nun bin ich ratlos- entweder belaste ich ihre BSD durch die hohen Fettgaben oder ihren Magen durch die hohen Futtermengen... :frage: Ich glaube, ich kann da nur zwischen Pest und Cholera wählen...
Was würdest du machen?

Backe gerade Leberbrot- was für eine Schweinerei... :aaaah: :aaaah: :aaaah: :aaaah: :aaaah:
Aber die Hunde haben ihr Lager schon wieder in der Küche aufgeschlagen und lungern vor dem Backofen herum. :wink:
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon CrazyHound » 08.05.2014 05:56

Moin,

dadurch das meine Hunde ja arbeiten und leistungstechnisch gut unterwegs sind, kenne ich die problematik mit „mein hund ist viel zu dünn und ich muss unmengen an futter hineinstopfen“ mehr als gut. Meine Lösung fand ich damals zum einen unter Schlittenhundleuten und zum anderen in der theorie „wie stellt der körper eigentlich energie her und wann samnmelt er fettreserven an?“. Zunehmen kann Hund nur wenn mehr energie in den hund reingeht, als verbrannt wird (simple… weis so ziemlich jeder). Aber, Energie ist nicht gleich Energie! Die meisten nehmen an das Hund energie durch fleisch gewinnt… ist ja auch soweit richtig, aber durch fettreiches fleisch wird nicht nur viel mehr energie gewonnen, sondern durch das fett auch in einem viel gesünderen prozess. Wenn ich mir anschaue was gewisse frostfleischhersteller als gutes hundefleisch verkaufen, wird mir ja ganz anders.. fettreduziert ohne ende, wunderschönes mageres muskelfleisch.. brauch kein Hund und wenn doch isser krank (von letzteren gibt’s leider mittlerweile auch mehr als genug). Also.. das A und O=Tierisches Fett.
Wenn der Hund seine Energie hauptsächlich aus magerem Fleisch (Protein) gewinnen muss, ist die wahrscheinlichkeit von biogenen Aminen sehr gross.
Öl ist gut, sollte aber auch ein gewisses mass nicht übersteigen, da ja durch behandlung gewonnen und kein rohzustand.
Energiebedarf eines einkochglases erhöhen, simpel:
Pures Fett (Rind, Schaf, Pferd… whatever…) dazu geben, frisch und unbehandelt! Gibt’s gefrostet in würfel geschnitten. Ist weder Pest noch Cholera.
Schmalz stehe ich kritisch gegenüber, es ist erhitzt worden und befindet sich nicht im rohzustand, zudem ist salz enthalten (füttere ich grundsätzlich nicht, ich nehme lieber blut, das nährstoffreicher, besser verdaulich und „natürlicher“), gewürze (absolut sinnfrei in der ernährung von tieren) und das meiste ist mit schweinefett (ich lehne schwein grundsätzlich in der hundeernährung ab).
Fischöl find ich gut… ich mag 3-6-9 Öl, Lachsöl und Dorschlebertran :-)

Ich denke nicht das eine Glasfütterung auf dauer sinnvoll ist, aber ich finde auch eine Dosenfütterung auf dauer nicht sinnvoll, da minderwertig. Zudem ist es ökologisch durch die entstehenden energiekosten wahrscheinlich nen mord an unserer Umwelt.. aber das schrieb ich hier schon im Thread.
Wenn deine Hunde ihr jetziges Futter anmäkeln, würde ich eher überdenken ob es das richtig ist. Ich behaupte nämlich das Hunde sehr wohl zeigen ob sie das was sie kriegen mögen und benötigen. (es gibt div. Ausnahmen…). Zudem sollte ein normales mass an futtermenge gefüttert werden. Ich weis nicht wieviel gramm von welchem futter du in deine kleine 6kilo dame bringen musst. Schlussendlich sind mir ja herstellerangaben immer ziemlich wumpe, aber irgendwo muss es im verhältnis stehen.
In „ruhezeiten“ gibt’s hier nen normales mass.. sind wir in der saison dann kriegt die Dame des hauses das doppelte an futter und mister senior nur 50% mehr (war früher auch anders, et is halt alt). Schwankungen in der fütterung empfinde ich als normal. Würde Frau Hund dauerhaft soviel kriegen würde ich mir gedanken um die qualität machen und ob ich den richtigen weg gehe.
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Re: Barfmahlzeit für den Urlaub einkochen

Beitragvon Cookie » 08.05.2014 13:29

Es maekeln nicht alle sondern nur die Duennste. Sie frisst nicht roh, sie frisst kaum trocken und beim Nassfutter auch nur einige Sorten. (darueber hatte ich hier einen extra Thread erstellt)
Also bin ich ein ganz simpler Mischfuetterer und habe damit die Loesung fuer unsere Probleme gefunden.

Ich frage den Schlachter mal, ob er Fett am Stueck hat.

Ich befuerworte Schweinefleisch in der Hundefuetterung, allerdings nur verarbeitet. Ich kaufe reines Schmalz (Schwein) ohne Salzzusatz, das bekommt ihnen gut und ich bin froh, ein Fett gefunden zu haben, von dem die Luette nicht pupst.
Und wenn der Schlachter im Nachbardorf guenstiges Schweinefleisch hat, dann gibt es das fuer die Hunde. Mal in einer
Bruehe gekocht, mal gebraten.

Dafuer finde ich Gefluegel eklig- und meine Hunde verweigern es roh. Das Einzige was geht sind Karkassen, aber die nehmen nur die beiden Grossen.
Gekocht wird es gefressen, Innereien wie Herz oder Magen werden aber in jeder Zubereitung aussortiert.

Gefluegel bekomme ich auch nicht in einer fuer mich vertretbaren Qualitaet.
Ich mag mir mein Fleisch nicht per Post schicken lassen aus Quellen, die ich nicht nachvollziehen kann, deswegen ordere ich gerne beim Dorfschlachter. Der schlachtet Mo Rind und Mi Schwein.

Gewuerze und Kraeuter setze ich ganz gezielt in der Fuetterung ein, da kenne ich mich auch aus und weiss, was gut ist und was nicht.
Ich finde auch nichts Verwerfliches dabei.

Kaninchen werde ich noch versuchen, das kann ich frisch von einer Bekannten bekommen.

Ich werde das Eingekochte wie bis jetzt auch als Appetizer nehmen. Es ist kein Hauptfutter, aber ich mache meinen Hunden damit eine Freude. Bei mir steht ja nicht wie bei Grisu oder dir eine Not dahinter- ich mache es, weil es mir Spass macht, meine Maedels ein wenig zu verwoehnen.

Und mit dem riiieeesigen Einkochtopf wird es um Laengen guenstiger.
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