Hyperthyreose durch BARF

Biologisch Artgerechte Rohfütterung

Hyperthyreose durch BARF

Beitragvon Chrissi » 11.05.2010 06:30

Hallo hier mal eine interessante Info
(mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin zum weitergeben gedacht)


Hyperthyreose durch BARF
Aus aktuellem Anlass möchte ich hier mal eine Gesundheitswarnung für alle BARFer loswerden.

Derzeit ist ein Labrador bei uns in Behandlung, der uns seit Jahr und Tag eher als phlegmatisches Modell bekannt ist. Er hat eigentlich eine chronische Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und wird entsprechend mit Schilddrüsenhormonen versorgt.

Letzte Woche wurde er als Notfall vorgestellt: Extremes Hecheln, will sich nicht hinlegen, findet keine Ruhe, Zunge zyanotisch, Augen quellen hervor, extrem hohe Herzfrequenz, Blutdruck deutlich erhöht...
Insgesamt ein ziemlich beängstigendes Bild, was der Hund ablieferte. Als die Besitzerin bei der Befragung angab, dass sie barft, keimte der Verdacht...
und wurde durch eine Blutuntersuchung bestätigt. Der Hund hatte einen massiv erhöhten Schilddrüsenhormon-Pegel.

Ursache: Fütterung von gewolftem Schlundfleisch... auf Nachfrage beim Hersteller wurde das Fleisch von einem Landwirt bezogen und anschließend gewolft, verpackt und verschickt. Der Hersteller konnte nicht ausschließen, dass sich noch Schilddrüsengewebe an den Schlundköpfen befand.
Davon ist auszugehen, zumal es sich nicht um einen Metzgereibetrieb, sondern um ein kleines privates Unternehmen handelte... wo nicht von entsprechenden Schlachtkörper-Anatomiekenntnissen ausgegangen werden kann!

Der Hund befindet sich jetzt langsam auf dem Wege der Besserung; bis die Hormone abgebaut sind, wird es jedoch noch ein paar Tage dauern. Dann muss er erst wieder auf seine Dauertherapie eingestellt werden.

Das Phänomen ist nicht unbekannt. Schilddrüsengewebe wurde ganz früher bei Schilddrüsenunterfunktion gezielt verfüttert, aber diese Methode ist absolut unsicher, da keine exakte Dosierung vorgenommen werden kann. Seit BARF so weit verbreitet ist, kommt dieses Problem wieder verstärkt vor. Also, VORSICHT!
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Re: Hyperthyreose durch BARF

Beitragvon Berghexe » 11.05.2010 07:51

Danke Chrissi für den Tipp.
Liebe Grüße

Wencke mit Lilly & Tommy
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Re: Hyperthyreose durch BARF

Beitragvon ayra » 11.05.2010 09:17

Den Verdacht hatte ich auch schon....
Hatte ich darüber nicht geschrieben...?
Wolle hatte nach dem Genuss von etwa 3 Kehlköpfen in relativ kurzer Zeit, 2 Wochen oder so, nach meinem Empfinden "reagiert" Daraufhin habe ich kaum noch Kehlköpfe verfüttert.
Danke für die Warnung!
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Beste Grüße
Suse
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