Wie BARFe ich richtig?

Biologisch Artgerechte Rohfütterung

Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Spürnase » 06.10.2010 19:48

Hallo!

Sei wir uns fü einen Aussie entschieden haben (vor einigen Monaten) und ich mir einiges durchgelesen habe,sind wir zum Entschluss gekommen,das wir Rhonin ebenfalls BARFen wollen.

Nur wie fange ich nun am besten an?
Wie BARFe ich richtig?
Wie oft wird gefüttert?
Wie sieht ein Menü am besten aus bzw. woraus genau sollte es täglich bestehen?

Ich bin eine komplette Neuanfängerin und bin irgendwo trotz gelesenem doch noch unsicher. (Umsetzung)
Daher bin ich froh,das es ihr eine egene Kategorie über das BARFen gibt und Erfahrene BARFer,die mir Helfen können und wo ich immer Hilfe suchen und finden kann.

Danke und LG!
Spürnase
 
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon ayra » 06.10.2010 20:26

Schau mal hier barf/was-ich-bis-jetzt-daruber-gelernt-habe-t178.html
Da hab ich mal meine ersten Barf-Erkenntnisse aufgelistet. Vielleicht ist das schon mal interessant für Dich.
Ich kann Dir gerne Futterpläne für Welpen/Junghunde besorgen.
Vielleicht solltest Du Dir aber auch ein Barf -Buch zu legen.
Z.B. hier...Natural Dog Food
Da kannst Du auch lesen.. :wink:
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Beste Grüße
Suse
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Spürnase » 06.10.2010 20:57

Ok,danke Ayra!
Ist sicher hilfreich
*smile*

Werd mir alles ansehen.
Spürnase
 
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Spürnase » 06.10.2010 21:17

Ok,also BARFen tut man immer mit rohem Fleisch,Gemüse,Kartoffeln...?
Oder tu ich die Kartoffeln kochen?
Was ist mit dem Öl- einfach darüber tun?

Erlich gesagt bin ich immer noch etwas erwirrt.
Erst fasse ch irgendwo Sicherheit,weil ich meine es verstanden zu haben,dann wieder lese ich zB in anderen Foren,das auch gekocht wird und zack bin ich wieder unsicher.

Dachte BARF soll roh stattfinden? Q___Q

Kann ich zB,wenn ich für mich selbst koche,nehmen wir an:

Schopffleisch
Gemüsemischung (aus der Tiefkühlpackung gekauft)
und Kartoffeln füttern?

Muss ich das Gemüse dann kochen und die Kartoffeln?
Wäre für mich logisch,hab aber kA gerade x)

Darf ich das so überhaupt geben oder muss ich was weglassen oder was dazu tun?
*wiklich n Buch brauch*
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Claudia » 06.10.2010 21:33

Barfen ist keine Kunst und man muss auch kein halbes Tiermedizinstudium absolviert haben, um seinen Hund artgerecht mit einer selbst zusammengestellten Diät zu ernähren - auch wenn dies einem, in dem einem oder anderem Forum, manchmal so vorkommen mag :wink: .

Da Dein Hund erst wenige Tage bei Dir ist, würde ich ihn in der nächsten Zeit weiterhin sein gewohntes Futter geben, bis er sich eingelebt hat. In der Zwischenzeit kann man sich theoretisch mit dem Thema beschäftigen, Futterquellen ausfindig machen, sich einen Futterplan zusammenstellen etc.
Im Internet gibt es jede Menge Informationen, die mehr oder weniger nützlich sind. Da die Quellen aber nicht immer unbedingt sehr zuverlässig sind, sage ich immer "mitdenken", gegebenenfalls anzweifeln und Fragen stellen.

Barfen ist eigentlich sehr einfach. Die Schwierigkeit besteht vielleicht darin, dass jeder Hund anders ist; jeder Hund anders frisst - der eine schlingt, der andere kaut und würde nie einen halben Knochen verschlingen.

Dass von Suse genannte Buch "Natural Dogfood" ist für den Einstieg nicht schlecht. Allerdings finde ich es nicht ausreichend an Informationen für die Ernährung von Welpen und Junghunden (vielleicht gibt es dazu mittlerweile ein gesonderte Ausgabe :wink: ?).
Ein "Klassiker" in der Hundeernährung ist wohl noch immer das Buch "Hundeernährung" von Zentek & Meyer. Das Buch geht nicht speziell auf Barf ein, gibt aber interessante Einblicke über die Grundkenntnisse der Hundeernährung.

PS: Kartoffeln dürfen nur gekocht verfüttert werden. Gemüse muss püriert oder gedünstet werde, um vom Hund verwertet werden zu können. Die Verdauung beim Hund beginnt nicht im Maul, im Gegensatz beim Menschen. Der Speichel von Hunden dient ausschließlich der "Befeuchtung" der Nahrung und enthält keine Enzyme (wie z.B. beim Menschen). Die eigentliche Verdauung beginnt erst im Magen. Durch das Pürieren oder Dünsten werden die Zellwände aufgebrochen und so für den Hund verdaulicher.
Claudia
 
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon schäferdogge » 07.10.2010 05:52

Hey Natascha,
also als ich anfangen wollte Briska zu barfen hab ich gedacht: Was ein komplizierter Kram!
bin dann aber hier bei uns fündig geworden...
Irgendwo in der Barf Ecke ist auch ein Link wo man sich Futterpläne holen kann
Damit hab ich einfach losgelegt....
Alles Andere kommt mit der Zeit.
Bei uns kommt übrigens alles an Obst und Gemüse unter den Pürierstab und wird unter´s Fleisch gemixt
Kartoffeln ,Nudeln oder Reis bekommt Briska meistens am nächsten Tag wenn was übrig geblieben ist
LG Iris
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Spürnase » 07.10.2010 08:01

Also ist es mir doch,wie ich gedacht habe...
Fleisch immer roh,Gemüse immer püriert usw und Kartoffeln,Nudeln und Reis gekocht oder?
Ab und an ein Hühnerbein/Hühnerflügel...

Dann kann ich also,wenn es für uns Nudeln mit Sauße gab zB die Restnudeln (natürlich von Sauce getrennt) an Rhonin füttern und ihm vlt auch rohes Fleisch drunter geben?

Oder gibt es da auch wieder eine Regel,das wenn ich zB ihm die Nudeln gebe,das er dann kein Fleisch essen darf?
(Wie bei Trennkost? *g)

-

Ich werd mich auf jedenfall weiterhin belesen und informieren und Erfahrungen einholen,bevor ich ihn BARFe.
Wollte eh erstmal,das er sich einlebt und alles.
Er hat dise Woche eh "Schonzeit" *smile*

Ein Buch leg ich mir wirklich auch zu!
Werd gleich morgen mal los gehen und eines kaufen =))

Danke euch recht herzlich,für eure Antworten und Hilfe/n!
Spürnase
 
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon schäferdogge » 07.10.2010 08:35

Also ich mixe das immer drunter (wer will schon trockene nudeln???) Mein Feinschmecker jedenfalls nicht :mrgreen:
LG Iris
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Spürnase » 07.10.2010 09:29

Hm,dann habe ich das Prinzip denke ich doch verstanden.
Darf Gemüse auch gekocht gefüttert werden?
Also,wenn von meinem Essen was übrig bleibt??

Darf ein Hund also quasi (fast) alles Essen,was ich so esse?
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon ayra » 07.10.2010 12:44

Schau mal hier, Natascha... *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Auf der Hauptseite links im Menue steht recht kurz und bündig, (fast) alles, was man wissen muss.
Da gibt es auch eine Liste, welches Obst/Gemüse an den Hund verfüttert werden darf und auch die Futterpläne für Welpen und Junghunde.
Man sollte mit blähenden Gemüse zurückhaltend sein. Manche Hunde vertragen zwar Blumenkohl, aber man muss damit ja nicht gerade anfangen... :wink:
Avocado bitte nie, da gibt es eine für Hunde giftige Sorte.
Zwiebelgewächse meiden oder einfach nicht füttern.
Dafür kann man wunderbar das Unkraut aus dem Garten pürrieren, also Giersch, Vogelmiere, Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Himbeer- und Erdbeerblätter, mal ein paar Hagebutten dazu werfen.
Ich verfüttere gerne Zucchini, Möhren, Fenchel, Salatreste...
Die Vielfalt wird immer größer, aber man sollte erstmal mit 1 Grünzeugsorte anfangen und schauen, wie hund dazu steht... ob er es mag... verträgt... usw...
Erweitern kann man später mit der Zeit.
Dazu kommen Öle, Distel-, Lein- , Rapsöl z.B. wg. der Omega-3 / Omega-6 Fettsäuren-Balance und auf das Calcium muss man genauer gucken, gerade beim heranwachsenden Hund.
Einmal die Woche Innereien, einmal Fisch...
Ich glaube, das waren schon mal so die grundlegenden Infos...
Schau Dir mal die Futterpläne an und dann frag einfach.... :hi:
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon Poldi » 26.12.2011 13:55

Ich habe jetzt auch mal wieder eine Frage dazu. :wink:

Und zwar habe ich mir so eine Broschüre ausgedruckt, in der ein Futterplan für einen jungen gesunden Hund für einen Monat aufgelistet ist.
Darin steht, daß fleischige Knochen auch durch Eierschalenmehl ersetzt werden können.

Bei mir ist fleischige Knochen füttern derzeit einfach noch nicht drin- in einer Mietwohnung mit einem Hund, der Fressen versteckt, ist es einfach nur eine einizige Sauerei. :aaaah: :boys_0274:

Eierschalen zu Pulver zermahlen habe ich nach diversen Frühstücken zu Hauf, aber wieviel Eierschale muss ich täglich geben, um 75 Gramm fleischige Knochen zu ersetzen?
Chil(l)i wiegt 6,5 kg.
Ich habe schon viele Artikel dazu durchforstet, aber bislang nichts Befriedigendes dazu gefunden... :frage:
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon ayra » 26.12.2011 15:10

Schau mal in meinen Lieblingsthread:
barf/was-ich-bis-jetzt-daruber-gelernt-habe-t178.html

Der Bedarf des Hundes liegt bei 50mg- 80mg (füw Welpen und Junghunde etwas mehr - da schwanken die Gelehrten zwischen 120 -200mg) pro kg Körpergewicht/Tag
Hier einige Beispiele:

Hühnerhälse : 100 g = 1542 mg Ca + 1415 mg P
Huhn ganz : 100 g = 650 mg Ca + 470 mg P
Hühnerklein : 100g = 1580 mg Ca + 900 mg P
Hähnchenflügel : 100g = 1070 mg Ca + 660 mg P

Putenhals : 100 g = 1750 mg Ca + 730 mg P

Rind - Brustbein : 100g = 2900mg Ca + 750mg P
Schlund/Luftröhre/Kehlkopf: 100g = 40mg Ca + 70mg P

Kalbsknochen" (ohne Fleisch): 100 g = ca. 13,8 g Ca = 13 800 mg Ca + 6200 mg P

Eierschale:
5g = 1850 mg Ca + 7.5mg P

Wer keine Knochen geben möchte, muss das notwendige Ca durch pulverisierte Eierschalen zuführen.
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Re: Wie BARFe ich richtig?

Beitragvon bullifreundin » 13.07.2012 00:47

Ich möchte hier gern einige krtitsche Gedanken zum Thema gesunde Ernährung / BARF mit Euch teilen. In der einschlägigen Barf-Literatur wird Getreide in der Hundeernährung oft verteufelt, die Hunde sollen nach "BARF" sehr proteinreich und kohlenhydratearm ernährt werden. Hierbei wird jedoch häufig kein fachlicher Hintergrund vermittelt, sondern nur auf den Wolf und dessen Ernährungsgewohnheiten verwiesen. Das offensichtliche also zuerst: Der Hund ist kein Wolf und seine Darmzotten sind bestens auf den Abbau von Stärke eingestellt, weshalb sogar bis zu 2/3 seiner Nahrung aus kohlenhydratreichen Futtermitteln zugeteilt werden kann. Ich füttere den erwachsenen, gesunden Hund mit "normaler Belastung" zu 2 Teilen aus Kohlenhydrateichen Futtermitteln (Getreide und Gemüse) und nur zu einem Teil aus eiweißreichen Futtermitteln (Fleisch, Quark, Eier, Käse etc.). Beim Welpen/heranwachsenden Hund kehre ich das Verhältnis um (Zwei Teile Eiweiß + 1 Teil KH).

Zitat Ch. Rabanus: "Durch völlige Missachtung eines einigermaßen angemessenen Verhältnisses von Eiweiß zu Energie im Futter kommt es langfristig zu massiven gesundheitlichen Problemen, da die Leber und die Nieren durch das Fehlen von Energie im Futter vollkommen überlastet werden. In der einschlägigen BARF-Literatur habe ich zwar durchgehend die Empfehlung gelesen, 80% rohes Fleisch und 20% rohes Gemüse zu füttern, aber nicht einen einzigen Hinweis wie die Autorinnen zu diesen Empfehlungen kommen. Nicht eine Beispielrechnung zum Energie zu Eiweißverhältnis, nicht einmal eine Auseinandersetzung mit diesem Thema, eigentlich ein Unding. Die gesamte Problematik, dass sich das BARF-Programm mit seinen exorbitant hohen Eiweißwerten in der Fütterung in Bereichen bewegt, die von quasi allen Pathologen als langfristig krankmachend eingestuft werden, wird einfach ausgeklammert und ignoriert oder mit dem Hinweis auf den Wolf, der ja auch nicht krank wird von solch einer Fütterung, leichtfertig vom Tisch gewischt.

.....

Wird das Lebewesen mit mehr Eiweiß ernährt als es zur Regeneration seiner Körperzellen braucht, werden die Eiweiße zu Zuckern und Ketonkörpern (und nicht zu Fett wie fälschlicherweise in dem BARF-Standartwerk steht) reduziert. Bei dieser Art der Energiegewinnung aus Eiweiß fallen alle Eiweißabbauprodukte an, die von Leber und Niere verarbeitet werden, bzw. ausgeschieden werden müssen. Hierzu gehört vor allem das Ammoniak, das als Abbauprodukt die erhöhten Harnstoffwerte im Blut der gebarften Hunde als Frühzeichen einer beginnenden Niereninsuffizienz bedingt. Alles Sinnieren und alles Philosophieren über den Nutzen von Getreide, über die Abstammung des Hundes, über das Leben des Wolfes nützt nichts - eine Hundefütterung muss zu den Hunden passen, die bei uns leben und es steht außer Frage, dass eine Rationsgestaltung mit 80% Fleisch für 99,9% unserer Haushunde eine absolute Eiweißüberfütterung darstellt, die nicht ohne verheerende gesundheitliche Folgen bleiben kann. Alle Erfahrungen zeigen, dass eine Ration mit über 30% Eiweiß in der Trockensubstanz die Hunde auf die Dauer krank macht.

Mehr als 30% Rohprotein in der Trockensubstanz überlasten Leber und Nieren mit den Eiweißabbauprodukten und führen langfristig zu einer Leber-Niereninsuffizienz. Die erhöhten Harnstoffwerte im Blut sind nur ein Frühindikator für die Nierenüberlastung. Ist erst der Kreatininwert angestiegen, arbeiten bereits bei einer geringgradigen Überschreitung der Toleranz ¾ der Nierenzellen nicht mehr ordnungsgemäß. Die pauschale Verteufelung von Getreide in der Hundefutterration basiert auf reiner Unwissenheit. Die mysteriösen Zusammenhänge, die zwischen Getreideverfütterung und Arthrosen bestehen sollen oder der Zusammenhang mit der Förderung von Tumorzellwachstum, sind völlig aus der Luft gegriffen und entstammen dem Reich der Ideologie. Ein derartiger Zusammenhang ist bei Kenntnis der Biochemie und vor allem der Pathologie auch wohl kaum herzustellen.

....Aus der Beteiligung des Weizenglutens an bestimmten allergischen Reaktionen nun aber abzuleiten, Getreide sei der Krankmacher der Nation, zeugt von viel Unkenntnis der Futtermittelkunde. Ausgesuchte Getreidesorten sind aus einer ausgewogenen Hundefutterration nicht wegzudenken. Kein anderer Energieträger bringt neben der Kohlehydratdichte auch Vitamine, Spurenelemente und Fettsäuren mit, die in der Ration nicht fehlen dürfen". Zitat Ende. Quelle: >>Klick<<

In der Praxis einer befreundeten TA und einer Bekannten (Ernährungsberaterin) erlebe ich leider sehr häufig Fälle von fehl gebarften Hunden, die oft schwer und ernsthaft erkranken. Ernährungsphysiologisches Grundlagenwissen im Hinblick auf die Verwertbarkeit von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sucht man in der Barfliteratur oft vergeblich, viele Barfer wissen z.B. nicht, dass das in Pseudo-Getreide wie "Amaranth" enthaltene Phytin die Absorption von Calcium, Magnesium, Zink und Eisen stark beeinträchtigt. Eine gesunde Fütterung ist in meinen Augen keine Glaubensfrage und kann insbesondere bei kranken Hunden lebenserhaltend sein! Natürlich gibt es verschiedene Wege einen Hund gesund zu ernähren und nicht nur den einen richtigen! Jedes Hundeindividuum ist anders. Ich habe mich selbst durch Berge von Fachliteratur gekämpft.... Wer sich selbst nicht intensiv mit dem Thema beschäftigen kann oder will, sollte sich m.E. jedoch soviel Wissen aneignen, dass er auch die vermeintlichen "Experten" kritisch hinterfragen kann. Ich halte Frau Dr. Behling (aufgrund Ihrer fachlichen Kompetenz) für äußerst fähig. Ihr Buch "Frisches Futter für ein langes Hundeleben" ist für mich einer der wenigen praxistauglichen Ratgeber, für alle die das Heft in Sachen Hundefutter gern selbst in die Hand nehmen wollen. Falls sich jemand dafür interessiert: >>Link<<

An dieser Stelle mal ein Behlingsches Zitat: "Der Markt an Hundefutter und deren Anbieter ist übergroß. Das Angebot an Fertigfutter, ob Trockenfutter, Dosennahrung, oder Frischfleischlieferanten in erster Linie für die Barfer, Belohnungshappen, Kauartikel etc. ist für den Laien unübersichtlich und selbsternannte Ernährungsexperten gibt es überreichlich, vom auf Verkauf schmalbrüstig geschulten Fachverkäufer, der nur sein Produkt verkaufen möchte, bis hin zur Ernährungsberatung, wo der fachliche Hintergrund häufig mehr als fraglich und dürftig ist, denn er beschränkt sich auf die Teilnahme von Wochen- oder Wochenendseminaren. Ebenso ist auch unter denen, die aufgrund ihrer Ausbildung Kompetenz haben sollten, auch nicht alles Gold, was gerade glänzt. Somit bleibt dem um Rat suchenden Hundefreund nur die Möglichkeit in bester Absicht für seinen Hund irgendjemandem Glauben zu schenken, der ihm mit seinen angebotenen Waren oder Diensten am besten überzeugt. Doch bei einer gesunden Fütterung, die individuell auf den jeweiligen Hund, von jungen Hund bis zum alten Hund und auch für den Hund im Krankheitsfall abgestimmt ist, nutzen weder der Glaube noch die Überzeugung, sondern nur klare Fakten mit medizinischen und chemischen fundiertem Hintergrundwissen und eine eigene langjährige Erfahrung". Das würde ich so unterschreiben...

Folgende Ernährungsberatungen halte ich für seriös und kompetent:

1. Ernährungsberatung Frau Dr. Behling:
Futterschüssel für den Hund

2. Dr. med. vet. Danja Hamann
Barfen, aber richtig!

3. Ernährungsberatung der Tierärztlichen Fakultät (Ludwig Maximiliansuniversität München)
Ernährungsberatung für Hunde und Katzen

Literatur, die ich empfehlen kann: Adam, Linda – Was Großmutter noch wusste, Aldington, E.W. – Von der Gesundheit des Hundes, Biber, Vera – Futterprobleme bei Hunden, Grimm, Hans-Ulrich – Katzen würden Mäuse kaufen – Schwarzbuch Tierfutter, Meyer / Zentek – Ernährung des Hundes, Meyer / Zentek – Hunde richtig füttern, Behling, Gabriela - Frisches Futter für ein langes Hundeleben
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