Bobby und Unternehmungen....

Mit dem Hund unterwegs

Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Janis » 29.10.2012 13:46

Das geht gar nicht. Er ist eine kleine Paniktüte. Und hat Angst im Grunde vor allem und jedem, erst recht vor etwas, das sich bewegt.

Und so bewegen wir uns halt nur auf unseren eigenen Füßen vorwärts - anders wirds nix. :kez_15:
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon janajoey » 29.10.2012 17:12

wo kommt bobby denn her? hast du ihn als welpe bekommen? und wie alt ist er?
vielleicht magst du einfach ein bissel erzählen, dann könnte man evtl. hilfestellung geben! ängste können überwunden werden, aber erstmal bräuchte man einen ansatz warum bobby soviel panik hat.
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Wenn sich im Paradis eine Hundeseele und eine Menschenseele begegnen,
muss sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.

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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Janis » 30.10.2012 08:29

Ich habe Bobby mit gut 5 Monaten bekommen - und schon da hatte er extreme Angst vor allem und jedem.
Ihm durfte sich in den ersten Wochen, eher Monaten, niemand nähern, dann flüchtete er in die hinterste Bettecke und verkroch sich zitternd.

Die Gassigänge im ersten halben Jahr waren der blanke Horror - ich erinnere mich an das WE, nachdem er bei mir Einzug gehalten hatte und zumindest sich in der Wohnung schon relativ frei bewegte:

Es war der Tag der blauen Mülltonnen/Müllabfuhr.

Wir kamen raus - und überall standen sie, diese Tonnen.
Ich hab gedacht, mein Hund dreht durch.

Es war der blanke Horror für alle - ich, unerfahren in Welpenhaltung (mein letzter Hund lag Jahrzehnte zurück), Bobby offenbar in eine einzige Welt des Schreckens und Grauens versetzt (ich wohnte damals SEHR ländlich!!!)

Es hat WOCHEN gedauert, bis er gern und freudig das Haus verließ und sich auf die Spaziergänge freute.....

Er hatte Angst, eher Panik, vor ALLEM UND JEDEM, einfach grausig. Und ich wusste nicht, wie ihm diese Angst nehmen - wir waren beide hilflos, der Hund und ich. Sicher fühlte er sich nur allein mit mir und dem Katerle in unserer Wohnung - da hatte ich einen fröhlichen, verspielten, agilen kleinen Hund....

Sorry - mir laufen grad nur so die Tränen, ich schreib später weiter, ok? Es tut einfach so weh, grad weil einige der Ängste, die wir so mühsam abgebaut haben, nun hier in dieser Horrorstadt HB wieder zum Tragen kommen.... :ohman:

Bis später.....

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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon janajoey » 30.10.2012 13:58

hallo jannis,

leider kann ich garnicht erlesen wo bobby her kommt?
wie alt ist er denn jetzt? hast du nie etwas gegen seine ängste unternommen? sprich zb. verhaltenstherapie begleitend mit bachblüten?
gerade wenn es dir so nah geht, wirst du deine ängste und sorgen auch wieder auf bobby übertragen, dann dreht ihr euch im kreis.
da ich aus erfahrung spreche, weiss ich ganz genau wie schwer es ist mit ängsten und panik um zuegehn, ich musste mir definitiv kompetenete hilfe holen, alleine habe ich es nicht mit jana geschafft.
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Janis » 31.10.2012 11:14

Er kommt aus einem Privathaushalt, der Hunde produziert wie andere Kaninchen :(
Hätte ich ihn damals nicht genommen, wäre er im Tierheim gelandet.....
Weil ihn niemand wollte... Diesen süßen kleinen, liebevollen Kerl....
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon ayra » 31.10.2012 12:15

Gut, dass Du ihn zu Dir genommen hast... :blustrau:
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Beste Grüße
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon janajoey » 31.10.2012 18:59

das ist natürlich echt schwierig.....dann stimmt warscheinlich die ganze prägung nicht und er hat in der ersten zeit nicht`s kennen gelernt.
kein wunder das bobby nun vor allem angst hat.
wichtig ist immer viel geduld und sicherheit auszustrahlen. ich weiss wie schwer das ist un dauch ich habe es nicht in jeder lebenslage hin bekommen.
wir hatten ganz viel auf und ab! vielleicht solltet ihr euch wirklich hilfe holen, damit auch du siehst, was du verändern musst/kannst.
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Grisu » 31.10.2012 22:02

ayra hat geschrieben:Gut, dass Du ihn zu Dir genommen hast... :blustrau:


Sorry, wenn ich das jetzt so sage, aber finde ich nicht. Klar, für den Hund selber schon, aber jeder gekaufte Hund aus so einer Haltung verursacht den nächsten Wurf... weil sie ja doch gekauft werden. Wenn niemand die Hunde kaufen würde, dann würden die auch nicht mehr vermehren und das Elend hätte ein Ende. Aber gut, ist nunmal so, mach das Beste raus, ich hätte jetzt auch nichts gesagt, wenn von Ayra nicht der Kommentar gekommen wäre ;) Nichts für Ungut, nur musste ich das mal loswerden :blustrau:
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Berghexe » 01.11.2012 08:18

Ich denke eine Diskussion über Vermehrer ist hier fehl am Platz. Janis hat um Hilfe gebeten.

Ich habe mich viel mit Angsthunden beschäftigt. Es gibt Hilfe Janis. Ich schreibe später mehr... muss erst Mal arbeiten.
Liebe Grüße

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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Grisu » 01.11.2012 08:45

Berghexe hat geschrieben:Ich denke eine Diskussion über Vermehrer ist hier fehl am Platz. Janis hat um Hilfe gebeten.

Ich habe mich viel mit Angsthunden beschäftigt. Es gibt Hilfe Janis. Ich schreibe später mehr... muss erst Mal arbeiten.


Ich weiss, deswegen schrieb ich ja auch, dass ich nichts gesagt hätte, wenn Ayra nicht geschrieben hätte, dass es gut war, ihn zu nehmen.... Sowas kann ich nicht stehen lassen, tut mir leid :blustrau:
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Berghexe » 02.11.2012 07:31

So nun habe ich etwas Zeit.

Du solltest dich über Angsthunde im Allgemeinen informieren. Das/der Deprivatiossyndrom/-Schaden ist ein Mangel von etwas. z.B. dein Hund wurde in einer Geräuscharmen Umgebung geboren und war während der Prägephase auch dort. Er hat einen Mangel an Geräuschen erfahren. Nun überfordern ihm Geräusche und er bekommt Todesangst.
In der Situiation hat er nur eine Möglichkeit: Flucht... oder jemanden der ihm langsam die Situation beibringt und ihm lernt damit um zugehen. Die Deprivation ist nicht " heilbar" d.h. wenn dein Hund ein Geräusch gelernt hat und er es nicht regelmäßig wahrnimmt, wird das Geräusch ihn wieder in Angst versetzten.
Soweit die Theorie.

Zu empfehlen ist das hier www.angsthunde.de ( wenn der Link nicht gewünscht ist dann schreibe ich ihn nochmal per PN)
Maria Hense hat mir persönlich sehr geholfen, sie ist TÄ und Verhaltensterapeutin, gibt klasse Semiare.
Und zum Schluss " Der ängstliche Hund" von Nicole Wilde in Buchform.

Janis das wird dich sicher alles etwas erschlagen, aber glaube mir die Arbeit mit einem Angsthund lohnt sich.

Mein Tommy (Ex-Laborbeagle) ist nun 3 Jahre bei mir, als er kam war jedes Geräusch, alle Menschen ausser mir und der Alltag schrecklich für ihn. In vielen kleinen Schritten und so manchen Rückschritten haben wir es geschafft.
Heute arbeite ich auf einem Ferienhof mit teilweise tgl. wechselnden Gästen. Tommy schausst hier rum als ob er es schon immer getan hätte, jeder Gast ist Klasse und er ist der Liebling aller Kinder, lässt sich wilig streicheln und geniest das Leben als "Hofhund" (er ist hier der einzige Rüde, und muss auf die 3 Hundemädels aufpassen :yes: ).

Wenn du noch Fragen hast melde dich einfach.
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Janis » 05.11.2012 09:47

Grisu hat geschrieben:
ayra hat geschrieben:Gut, dass Du ihn zu Dir genommen hast... :blustrau:
Und sa passt leider sehr, sehr bitter, denn er ist mit seiner Mutter und seinen Geschwistern diese ersten Monate im BADEZIMMER aufgewachsen.....Ab und zu hauseigener Garten und das wars.

Sorry, wenn ich das jetzt so sage, aber finde ich nicht. Klar, für den Hund selber schon, aber jeder gekaufte Hund aus so einer Haltung verursacht den nächsten Wurf... weil sie ja doch gekauft werden. Wenn niemand die Hunde kaufen würde, dann würden die auch nicht mehr vermehren und das Elend hätte ein Ende. Aber gut, ist nunmal so, mach das Beste raus, ich hätte jetzt auch nichts gesagt, wenn von Ayra nicht der Kommentar gekommen wäre ;) Nichts für Ungut, nur musste ich das mal loswerden :blustrau:




Der Weg, wie und warum ich an ihn geraten bin, ist ein bisschen anders (und "gekauft" ist fast schon zuviel gesagt), aber das würde hier nun zu weit führen. Kurz gesagt; Hätte ich ihn nicht genommen, wäre er im Tierheim gelandet und wenn ich mir im Nachhinein mein Sensibelchen DORT verstelle..... :no:

Das nur dazu. ok? Schreib mich an, wenn du mehr wissen willst.
Zuletzt geändert von Janis am 05.11.2012 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bobby und Unternehmungen....

Beitragvon Janis » 05.11.2012 10:01

Berghexe hat geschrieben:So nun habe ich etwas Zeit.

Du solltest dich über Angsthunde im Allgemeinen informieren. Das/der Deprivatiossyndrom/-Schaden ist ein Mangel von etwas. z.B. dein Hund wurde in einer Geräuscharmen Umgebung geboren und war während der Prägephase auch dort. Er hat einen Mangel an Geräuschen erfahren. Nun überfordern ihm Geräusche und er bekommt Todesangst.
In der Situiation hat er nur eine Möglichkeit: Flucht... oder jemanden der ihm langsam die Situation beibringt und ihm lernt damit um zugehen. Die Deprivation ist nicht " heilbar" d.h. wenn dein Hund ein Geräusch gelernt hat und er es nicht regelmäßig wahrnimmt, wird das Geräusch ihn wieder in Angst versetzten.
Soweit die Theorie.

Zu empfehlen ist das hier *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** ( wenn der Link nicht gewünscht ist dann schreibe ich ihn nochmal per PN)
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Und zum Schluss " Der ängstliche Hund" von Nicole Wilde in Buchform.

Janis das wird dich sicher alles etwas erschlagen, aber glaube mir die Arbeit mit einem Angsthund lohnt sich.

Mein Tommy (Ex-Laborbeagle) ist nun 3 Jahre bei mir, als er kam war jedes Geräusch, alle Menschen ausser mir und der Alltag schrecklich für ihn. In vielen kleinen Schritten und so manchen Rückschritten haben wir es geschafft.
Heute arbeite ich auf einem Ferienhof mit teilweise tgl. wechselnden Gästen. Tommy schausst hier rum als ob er es schon immer getan hätte, jeder Gast ist Klasse und er ist der Liebling aller Kinder, lässt sich wilig streicheln und geniest das Leben als "Hofhund" (er ist hier der einzige Rüde, und muss auf die 3 Hundemädels aufpassen :yes: ).

Wenn du noch Fragen hast melde dich einfach.




Erst einmal: ICh finds toll, was du dir für eine Mühe machtest und ich danke dir herzlich dafür!

Problem bei mir: Ich habe kaum Geld. NEIN, bitte mich nun nicht abstempeln, meine Tiere seien es mir nicht wert!!!

Aber ich lebe von weniger als 200 E p.M. für uns drei und da ist ein Hundetrainer einfach nicht drin.

Ich hab mich aber sehr intensiv eingelesen und bevor ich hierher nach HB ins Ghetto ziehen musste (Eigenbedarfskündigung meines vorigen, ganz wunderbaren Vermieters), hatten wir schon sehr, sehr viele Ängste und "Macken" im Griff.

Umso erschütterter und trauriger bin ich ja, dass sich hier nun vieles, von dem ich dachte, wir hätten es abgebaut, wieder Bahn bricht - aber wundern tuts mich andererseits nicht.... :no:

Wer die Vahr kennt in HB, weiß, wovon ich spreche...... :sad:

So langsam baut Bobby sie ja auch wieder ab, aber in einer Art und Weise, die mich eher noch mehr verzweifeln lässt - er beginnt sich zu wehren, Aggros zu zeigen, kommt ihm ein anderer Hund quer.
All das kannte ich vorher nicht - wo Bobby war, wurden die aggresivsten Hunde lammfromm.

Mag sein, dass ich das akzeptieren muss, aber es tut brutal weh, denke ich an diesen noch vor einem Jahr zärtlichen, liebevollen, sanften, fröhlichen und ausgelassenen kleinen Hund..... :cry:
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